Aktivitäten

Erfahrungsbericht zum Modul 9 – Sprachtraining Polnisch und Studienreise nach Poznan

Oranienburg, 24. Februar 2025 - Im Rahmen des Wahlpflichtmoduls „Sprachtraining Polnisch“ hatten sich 10 Studierende zusammengefunden, um innerhalb von vier Wochen Grundkenntnisse der polnischen Sprache zu erlernen. Bereits die erste Unterrichtseinheit stellte uns vor eine Herausforderung: Unsere Dozentin, Frau Müller, sprach ausschließlich Polnisch mit uns. Anfangs waren wir ratlos, doch durch viele Wiederholungen, Gesten und die stetige Korrektur unserer Aussprache gelang es uns nach und nach, die Bedeutung der Worte zu erschließen und erste Sätze zu formulieren. Schnell wurde deutlich, worauf wir uns eingelassen hatten.

Mit der anfänglichen Überzeugung, dass es nahezu unmöglich sei, innerhalb von drei Wochen eine neue Sprache zu erlernen, wurden wir schnell eines Besseren belehrt. Der intensive Sprachkurs umfasste täglichen Unterricht, ergänzt durch Sprachübungen am Abend und umfangreiche Vokabeltrainings. Die anspruchsvollen Regeln zur Aussprache und Betonung sowie die polnische Grammatik forderten nicht nur unsere Nerven, sondern auch viel Fleiß und Engagement. Dank der Geduld und Unterstützung von Frau Müller konnten wir jedoch am Ende der zwei Wochen stolz auf das Erlernte zurückblicken und bereits eine Vielzahl von Sätzen sicher anwenden.

Nach dieser intensiven Lernphase an der Hochschule begann am Montag die Sprachreise nach Poznań, um das theoretisch Erlernte in der Praxis anzuwenden und gleichzeitig einen Einblick in die polnische Kultur und Geschichte zu erhalten. Voller Vorfreude starteten wir am Morgen zur etwa 3,5-stündigen Fahrt in die Stadt. Nach unserer Ankunft bezogen wir zunächst unsere Unterkunft, bevor es zu einer ersten Erkundungstour durch Poznań ging. Dabei hatten wir die Gelegenheit, einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt zu besichtigen und einen ersten Eindruck von der malerischen Altstadt zu gewinnen.

Am Dienstag besuchten wir die Polizei in Poznań. Dort wurde uns die Struktur und Arbeit der Bereitschaftspolizei vorgestellt, und wir hatten die Möglichkeit, ein kleines Museum zur Geschichte der polnischen Polizei innerhalb der Polizeiliegenschaft zu besichtigen. Dieser Besuch gab uns spannende Einblicke in den polizeilichen Alltag in Polen und bot viele Gelegenheiten, unsere Sprachkenntnisse in einem berufsspezifischen Kontext zu testen. Der restliche Tag wurde mit weiteren Sightseeing-Aktivitäten verbracht, bei denen wir die kulturelle Vielfalt und historischen Highlights der Stadt näher kennenlernen konnten. Hier sei besonders das besonders spannende Enigma-Museum zu erwähnen, welches sich mit der Entzifferung der deutschen Schlüsselmaschine beschäftigt.

Der Mittwoch begann mit einer sportlichen Aktivität: Schlittschuhlaufen. Diese gemeinsame Unternehmung förderte nicht nur den Teamgeist, sondern bot auch eine willkommene Abwechslung zum sonstigen Programm. Anschließend fand eine Schnitzeljagd durch Poznań statt, bei der wir in kleinen Gruppen verschiedene Aufgaben lösen mussten. Dazu gehörten beispielsweise das Nach-dem-Weg-Fragen, das Einkaufen von Obst oder das Führen kurzer Smalltalks mit Einheimischen – natürlich alles auf Polnisch. Diese interaktive Art des Lernens half, die Scheu vor dem Sprechen weiter abzubauen und unsere Sprachkenntnisse zu festigen.

Am Donnerstag erwartete uns ein besonderes Highlight: eine morgendliche Yoga-Session, die für Entspannung und einen guten Start in den Tag sorgte. Anschließend besuchten wir das forensische Labor der Polizei in Poznań, wo uns die Arbeit der Kriminaltechnik nähergebracht wurde. Dieser Besuch war nicht nur fachlich äußerst interessant, sondern zeigte auch die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Arbeitsweisen der Polizei in Polen und Deutschland auf.

Am Freitag traten wir schließlich die Heimreise an. Die Woche in Poznań verging wie im Flug, und wir nahmen viele positive Eindrücke mit nach Hause. Neben den vielfältigen Programmpunkten bot die Reise auch zahlreiche Gelegenheiten, polnische Spezialitäten zu probieren. Vom traditionellen „Pierogi“ bis hin zu süßen Leckereien wie „Pączki“ konnten wir die kulinarische Vielfalt Polens genießen und unsere Sinne erweitern.

Rückblickend war die Sprachreise nach Poznań eine wertvolle Erfahrung, die uns nicht nur sprachlich, sondern auch kulturell und beruflich bereicherte. Die freundliche und offene Art der Einheimischen sowie die abwechslungsreichen Programmpunkte machten diese Woche zu einem unvergesslichen Erlebnis. Ein besonderer Dank gilt der Hochschule der Polizei des Landes Brandenburg sowie dem Förderverein, die diese Reise ermöglicht haben. Ebenso möchten wir uns bei unserer Dozentin Frau Müller bedanken, die uns mit viel Geduld und Engagement auf die Reise vorbereitet und uns vor Ort begleitet hat. Ihre Unterstützung war maßgeblich für unseren Lernerfolg und die positiven Erlebnisse während der Sprachreise.

Louis Stahlberg, BA22F3

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