Aktivitäten

Wrocław – The Meeting Place. Studienfahrt nach Breslau des Polnisch-Kurses der FHPol

Studienreise nach Breslau
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Breslau
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Breslau bei Nacht

Vom 23.06.2014 bis zum 27.06.2014 unternahm der Wahlpflichtkurs „Polnisch“ des Bachelor-Jahrgangs 2011 der FHPol eine Studienreise in die polnische Universitätsstadt Breslau. 14 StudentInnen hatten sich Anfang Juni im Rahmen des Wahlpflichtmoduls „Polnisch“ zusammengefunden, um Grundkenntnisse der polnischen Sprache zu erwerben. Geleitet von dem Gedanken, dass das Beherrschen polnischer Redewendungen angesichts der regionalen Lage Brandenburgs zu Polen durchaus relevant und hilfreich im Umgang mit polnischen Bürgern werden könnte, waren wir bereit für neue Herausforderungen.

Unter der Leitung unserer Dozentin Frau Müller galt es, sich innerhalb von zwei Wochen Grundzüge der slawischen Sprache anzueignen. Mit stets viel Engagement und Leidenschaft versuchte Frau Müller uns Studenten ihre Muttersprache näher zu bringen. Angesichts der für Deutsche sehr kompliziert erscheinenden Sprache, musste sie auch starke Nerven beweisen. Nicht jede polnische grammatikalische Besonderheit erschien für uns auf den ersten Blick logisch – musste aber dennoch gelernt und angewendet werden können. Dennoch verstand Frau Müller es, uns die wichtigsten Inhalte beizubringen.

Nach zwei Wochen intensiver Vorbereitungen durch das Erlernen polnischer Grundbegriffe und Redewendungen an der Fachhochschule, sollte unter Realbedin-gungen die Probe aufs Exempel gemacht werden. Unter der Führung unserer Dozentin fuhren wir am 23.06.2014 in die viertgrößte Stadt Polens – Wrocław.
Die 630.000 Einwohner zählende Hauptstadt der Woiwodschaft Niederschlesien liegt im Süd-Westen Polens und ist die Kulturhauptstadt Europas 2016. Es gibt mehr als 10 Hochschulen. Ca. 140.000 Studenten tummeln sich in der Stadt. Optimale Bedingungen also, um unsere frischen Kenntnisse am polnischen Gegenüber zu testen.

Nachdem wir nach der Ankunft unsere, in einer Kaserne der polnischen Bereitschaftspolizei befindlichen Unterkünfte bezogen hatten, ließen wir den Tag mit einem Grillabend ausklingen.

Dienstag:
Am nächsten Morgen wurden wir von dem stellvertretenden Leiter der Kommandantur der Wojwodschaft Niederschlesiens begrüßt. Nach der Übergabe unserer Gastgeschenke an ihn, stellte er sogleich überraschend Fragen an uns in der Landessprache, welche von uns nach bestem Wissen und Gewissen verstanden und beantwortet wurden.
Anschließend erhielten wir eine erkenntnisreiche Führung durch die Liegenschaft der  Kommandantur. So erfuhren wir, dass Teile des Gebäudes früher als Gefängnis genutzt wurden. Auch Einschusslöcher aus vergangenen konfliktreichen Zeiten waren noch immer in den Fassaden zu erkennen.

Als nächstes stand eine Stadtführung auf unserem Tagesprogramm. Unser Stadtführer Piotr zeigte uns auf seiner Tour einen Mix aus den historische Facetten Breslaus sowie dem Einfluss der vielen jungen kulturellen Erscheinungen.  
 
Mittwoch:
Wir besuchten das „Panorama Racławicka“. Hierbei handelt es sich um eine Gemälde mit den Maßen von 15m x 114m (!). Nach diesem beeindruckenden Erlebnis wanderten wir weiter zum Nationalmuseum in Breslau. Insgesamt stellten wir fest, dass die polnische Nation eine reichhaltige kulturelle Vergangenheit hinter sich hat. Und zahlreiche junge Künstler liefern der polnischen Kultur stetig neue Impulse.
Am Nachmittag suchten wir das Archäologische Museum in Breslau auf. Dort befand sich die Ausstellung „Kryminalny Wrocław“ -  Kriminelles Breslau. Es wurden Objekte aus den Beständen des Lehrstuhls für Gerichtsmedizin der Medizinischen Universität aus der Zeit von 1908 – 1945 präsentiert. Die Ausstellung bezog sich auf die Kriminalistik und die Polizeitechniken, welche bis 1945 verwendet wurden.
Im Anschluss bestiegen wir den Kirchturm der Elisabethkirche im Zentrum der Altstadt Breslaus. Die Elisabethkirche fasst 2000 Sitzplätze und ist damit eine der größten Kirchen Schlesiens. Nachdem wir mit einem sportlichen Aufstieg die genau 300 Treppenstufen der engen Wendeltreppe bezwungen hatten, konnten wir als Belohnung einen herrlichen Blick über die Stadt.

Donnerstag:
Wir besichtigten die historischen Gebäude der Universität. Angefangen mit dem Museum der Universität Breslau, über den klassischen Konzertsaal „Oratorium Marianum“ und der „Aula Leopoldina“, dem größten Barocksaal Polens.
Nach dem Mittagessen folgte dann der Besuch des „Highlights“ der Aussichtspunkte in Breslau. Wir fuhren zu dem sogenannten Skytower“ - einem 212m hohen Turm mit insgesamt 50 Etagen. In diesem befinden sich Büros und Appartements. Gerüchten zufolge soll sich sogar Bruce Willis eine Wohnung mit Aussicht gesichert haben. Mit dem
Aufzug ging es hoch hinaus auf die Aussichtsplattform in der 49. Etage. Das zweithöchste Gebäude Polens bot uns eine grandiose Aussicht über die gesamte Stadt und die Region bis hin zum Riesengebirge.

Freitag:
Den letzten Tag unseres Aufenthaltes in Breslau starteten wir in einem Restaurant in der Innenstadt in der Innenstadt, in dem wir uns letztmalig mit unseren Polnisch-Kenntnissen versorgen mussten. Es folgte eine Sightseeingtour Breslaus von der Wasserseite aus, bevor wir gegen Mittag unsere Busse bestiegen und mit vielen Eindrücken und gefestigtem Sprachwissen im Gepäck die Reise Richtung Heimat antraten.

 
Abschließend möchten wir uns bei unseren polnischen Gastgebern für die Unterkunft und die Führung durch die Kommandantur bedanken. Weiterer Dank gilt dem Förderverein der FHPol, der mit seinen Mittel die Reise mitfinanziert hat, sowie dem Internationalen Zentrum, welches die nötigen Kontakte nach Breslau hergestellt hat.
 
Vor allem möchten wir uns aber bei unserer Dozentin Frau Müller bedanken, die kurzfristig ein umfangreiches und lehrreiches Programm organisiert hat. Stets hilfsbereit hatte sie immer ein offenes Ohr für Fragen und 14 StudentInnen erfolgreich das Land Polen nähergebracht. Wir haben viel gelernt und können eine solche Studienfahrt für die kommenden Jahrgänge nur empfehlen.
Vielen Dank!
 
Verfasser: PKA Ole Vers und Dozentin Malgorzata Müller 

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